Mittwoch, 17. Juni 2015

Anleitung: Hunde-Basketballkorb selber machen

Sooo... ;) Wie bereits angekündigt hier das 10.000 Besucher Special: eine Bauanleitung für ein Hunde-Beschäftigungsspiel, den Basketballkorb. Viel Spaß!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Was Ihr braucht:
  • 2 Holzstäbe (Länge ist abhängig davon, wie hoch der Korb später hängen soll)
  • 2 Holzplatten (Indoor-Version)
  • 1 kleiner Reifen aus Holz oder Plastik (ca. 20 cm Durchmesser)
  • 6 Paracordschnüre á 1 m Länge
  • 2 Paracordschnüre á 10 - 20 cm
  • 6 Möbelgleiter (Nägel mit Gummi/Plastikpfropfen)
  • 4 Nägel ca. 2cm lang
  • 2 Kordelstopper (wie sie z.B. an Jackenbändeln zu finden sind)
  • Hammer
  • evtl. Handbohrer
  • Schere
  • Feuerzeug
  • mindestens einen Ball (ca. Tennisball groß)


Der Basketballkorb:


Für den Korb braucht Ihr den Reifen und die sechs Paracordschnüre. Nehmt die Schnüre jeweils doppelt und befestigt sie in regelmäßigen Abständen am Reifen.


Legt die Schnüre dann so hin, dass sie auf der Außenseite des Rings liegen. Nehmt dann bei jedem Schnurpaar die linke Schnur und legt sie quer nach links in Richtung des benachbarten Schnurpaaren. Macht das Gleiche mit den rechten Schnüren und legt sie quer nach rechts, so dass sie sich jeweils zwei benachbarte Schnurpaare in der Mitte treffen.









Macht an den Stellen, an denen die Schnüre sich treffen jeweils einen Doppelknoten. Genauso verfahrt Ihr dann auch mit der nächsten Reihe, verknotet einfach immer mit einer Schnur des benachbarten Paares. So entsteht automatisch ein nach unten hin immer enger werdendes Netzt.
 





Hat das Netzt die gewünschte Länge, könnt Ihr die Enden mit der jeweils benachbarten Schnur verschmoren.










Die Halterung:

Für die Halterung benötigt Ihr die Holzstäbe, Holzplatten und die Nägel.
Die Holzplatten können rund oder eckig sein, das spielt keine Rolle, wichtig ist, dass sie groß genug sind, dass der Korb nicht kippt. Beim Holz habe ich darauf geachtet, dass es möglichst unbehandelt ist und habe auch darauf verzichtet, es zu lackieren. Einfach darum, weil der Hund später immer wieder Maul- und Schnauzenkontakt zum Holz hat.

Nagelt zuerst die Möbelgleiter auf die Holzstäbe, sie sorgen später dafür, dass der Korb nicht an den Stäben hinabgleitet. Ich habe drei auf jeder Seite angebracht, so ist der Korb später Höhenverstellbar.







Mit einem Handbohrer könnt Ihr mittig zwei Löcher in die Holzplatten bohren, Ihr könnt aber auch wenn Ihr treffsicher genug seid, die Nägel direkt durch die Platte in den Stab einschlagen.
Verfahrt mit der andern Platte und dem zweiten Stab genauso.




Und fertig sind eure Halterungen.
Kleiner Tipp: wenn Ihr den Korb ausschließlich draußen benutzen wollt, lasst doch einfach die Platten weg, spitzt die Stäbe unten an und steckt sie in den Boden.








Korb an den Halterungen befestigen:

Jetzt kommen noch die zwei übrigen Paracordschnüre und die Kordelstopper zum Einsatz.








Befestigt die beiden Paracordschnüre links und rechts am Reifen, indem Ihr sie wieder doppelt nehmt und festknotet. Verschmort die Enden mit dem Feuerzeug, damit sie nicht ausfransen können. Fädelt dann die Schnurenden durch die Kordelstopper. Jetzt könnt Ihr den Korb an den Stäben befestigen. Zieht einfach die Schnüre mit den Kordelstoppern um die Stäbe herum an.
 





Ich wünsche Euch und Eurem Hund ganz viel Spaß beim Spielen ;)
Hier gibt`s noch die Anleitung: Wie bringt man einem Hund das Basketballspielen bei?










 

Freitag, 12. Juni 2015

Initiative "Deutschland summt"

Hier noch ein kleines Anliegen von mir:
 
Wie Ihr sicher schon gehört habt sterben immer mehr Bienen, einerseits, weil es immer weniger Imker gibt, andererseits auch wegen Nahrungsknappheit durch Monokulturen, Pestizide uvm.
 
Darauf möchte die Initiative "Deutschland summt" aufmerksam machen.
 
Alle Infos zur Initiative findet Ihr hier auf der Pro7 Internetseite.
 
Auch Ihr könnt etwas tun: Bitte klickt auf den obigen Link, besucht die Pro7 Seite und klick dort auf "Share"/"Teilen" und teilt den Beitrag auf Facebook. Für jeden Share spendet Pro7 einen Euro.
 
Kleines Update: habe gerade gesehen, dass der Höchstbetrag von 10.000 € (!!) bereits erreicht ist, also wird nichts mehr gespendet. ABER teilt bitte trotzdem fleißig, damit auf das Problem mit dem Bienensterben aufmerksam gemacht  und die Initiative weiter unterstützt wird! Danke schon mal ;)




10.000 Besucher!

Ich freue mich natürlich immer wahnsinnig wenn ich sehe, dass dieser Blog regelmäßig besucht wird ;)
Deshalb vielen lieben Dank an die 10.000 Besucher, die hier vorbei geschaut haben!!!
Ich hoffe ich kann Euch auch weiterhin interessante Beiträge bieten, schreibt mir gerne in die Kommentare, was Ihr Euch an Posts wünscht ich gehe gerne darauf ein.

Es gibt natürlich auch ein kleines Special, das auch schon vorbereitet, allerdings noch in der Testphase ist. Leider aber erst im Laufe der nächsten Woche, da ich Wochenenddienst und eine Prüfung am Montag habe, da komme ich nicht früher dazu. Also, lasst Euch überraschen! ;)

Noch mal DANKE, DANKE, DANKE ich freue mich Euch auch weiterhin auf dieser Seite begrüßen zu dürfen!

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald!

Snowdog

Sonntag, 24. Mai 2015

Anleitung: Paracord Stirnriemen für Pferde selber machen





































Heute gibt`s die erste Paracord-Anleitung für Pferde auf diesem Blog ;) Das es bisher noch nichts für Pferde gab, liegt schlichtweg daran, dass ich keins habe... Deshalb kenne ich mich auch nicht sooo gut mit Pferdezubehör aus, ich würde mich also wahnsinnig freuen, wenn Ihr mir Feedback gebt, ob der Stirnriemen so umsetzbar und alltagstauglich ist, oder ob hier und da noch etwas verändert werden muss.

Was Ihr braucht:
  • Paracord in drei verschiedenen Farben
  • Schere
  • Feuerzeug
  • Pinzette
  • Nadel und Faden
  • evtl. Stecknadeln


Keltischer Knoten:

Beginnt mit dem Mittelstück des Stirnriemens, einem keltischen Knoten. Dafür braucht Ihr drei Paracordschnüre von etwa 80-100 cm Länge, je nachdem wie lange die Fransen später werden sollen.

































Steckt die Schnüre gegebenen Falls mit Stecknadeln fest, so kann der unfertige Knoten nicht verrutschen.



























Nehmt zur Befestigung des Knotens ein kurzes Stück Paracord her, entfernt das "Innenleben", wickelt die leere Schnur unterhalb des Knotens um die losen Paracordschnüre und verschmort die Enden auf der Rückseite mit einem Feuerzeug. (Vorsicht Paracord wird sehr heiß!) Verfahrt genauso mit zwei weiteren Schnüren in den jeweils noch übrigen Farben.
Um zu verhindern, dass sich der Knoten verzieht oder die umwickelten Schnüre abfallen habe ich alles auf der Rückseite mit ein paar Stichen zusammengenäht.
Schneidet die Fransen dann auf die gewünschte Länge und verschmort die Enden, damit Euch die Schnüre nicht ausfransen.
 
 
Riemen:
 
Beginnt auf einer Seite des Knotens, indem Ihr jeweils zwei Paracordschnüre doppelt nehmt und an der äußeren Lasche des Knotens anbringt. Fädelt dann eine weiter Schnur an dieser Stelle hindurch, sodass sechs Schnüre von der Seite des keltischen Knotens weggehen. Wendet dann das unten  gezeigte Knotenmuster an, bis das Band die gewünschte Länge hat.

















Verfahrt auf der anderen Seite genauso. Euer Stirnriemen sollte insgesamt 10 cm kürzer sein, als später nötig, da noch Laschen an die Seiten kommen, um den Riemen später befestigen zu können.



























Seitenlaschen:





















Dreht den Stirnriemen um. Klappt dann die losen Schnüre am Ende um und fädelt jeweils drei Schnüre durch die vorletzte geknüpfte "Lasche" des Bandes. Macht das auf beiden Seiten, sodass vier Laschen (zwei an jedem Ende) entstehen. Achtet darauf, dass die Laschen so lang sind, dass die Gesamtlänge des Riemens jetzt die richtige Länge für Euer Pferd hat. Ist alles angepasst, könnt Ihr die Schnüre knapp unterhalb der Schnur, unter der Ihr sie hindurchgezogen habt abschneiden und verschmoren. Fügt dann zu jeder Lasche wieder drei kurze Paracordstückchen hinzu und näht diese wieder fest.
 
Und schon ist der Stirnriemen fertig ;)
Viel Spaß beim Nachbasteln!




















Weitere Paracord-Anleitungen findet Ihr unter Bastelanleitungen.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Tiere sinnvoll beschäftigen: "Dog it" 3-in-1-Hundespielzeug

Ich habe Euch ja bereits den "Game-Bone" und die "Futterkugel" vorgestellt, mit denen Ihr Haustiere beschäftigen könnt. Heute probiere ich für Euch ein weiteres Denkspiel für Hunde aus, dieses Mal von "Dog it".






















Das Spielzeug lässt sich unterschiedlich aufbauen. Im Unteren Teil (blau) befinden sich acht Vertiefungen, alles wird von einem Rahmen umgeben.
 
Bei der ersten Aufbauvariante können bis zu vier kegelförmige Abdeckungen auf die Vertiefungen gesteckt werden. Darunter kommt Futter und der Hund muss die Kegel zur Seite stupsen um an die Belohnung zu kommen, also ähnlich wie beim "Game-Bone".
 
Variante zwei ist vom Prinzip her ähnlich, jetzt kommt in die Mitte noch ein weißes Plastikteil (siehe Bild oben). Die Kegel lassen sich jetzt nicht mehr auf die Abdeckungen stecken, sondern werden zwischen Rahmen und Mittelstück eingefädelt und können dadurch im Kreis herumgefahren werden, der Hund kann die Kegel nicht mehr umstupsen, sondern muss diese verschieben.
 
Für Variante drei werden das Mittelstück und die Kegel wieder entfernt, und stattdessen eine Plastikscheibe eingelegt, je nachdem wie der Hund diese verschiebt, werden unterschiedliche Vertiefungen frei.






















Mein Fazit zu diesem Spielzeug:
Es ist preislich deutlich günstiger als die übrigen Denkspiele, die ich von "Trixie" habe, besteht allerdings auch nur aus Plastik und ist deutlich unstabiler als die Holzspiele. Alles ist sehr locker, d.h. wenn mein Hund bei Variante 2 einen der Kegel ein bisschen anstupst drehen die Kegel gleich ein paar Runden um das Mittelstück herum und mein Hund hat sehr leichtes Spiel.
Ich würde das Spiel also eher für kleine Hunde empfehlen und vor allem für Einsteigerhunde, wenn man noch nicht weiß ob der Hund diese Art der Beschäftigung annimmt und man nicht so viel Geld ausgeben will. Für Hunde die schon Erfahrung in solchen Denkspielen haben, ist dieses Set definitiv zu einfach und für große Hund auf Dauer vermutlich auch zu unstabil. Mein Hund hatte seinen Spaß daran, kann und will aber mehr leisten.
 
Hier das Ganze noch in Aktion:




Montag, 6. April 2015

Schwarzer Panther - Weißer Tiger

Letzte Woche war ich auf den Kanarischen Inseln unterwegs unteranderem auf Teneriffa, im Loro Parque. Europas größter Papageienpark hat aber nicht nur wunderschöne Vögel zu bieten, mittlerweile hat sich aus dem Park ein kleiner Zoo mit Orcas, Delfinen und Raubkatzen entwickelt.

Darunter auch ein schwarzer Panther und weiße Tiger; aber warum kommen eigentlich manche Tiere mit einer für die Art untypische Farbe zur Welt? Wie kann ein eigentlich goldgelber schwarzgefleckter Jaguar oder Leopard komplett schwarz werden? Und wieso sind manche Königstiger weiß und nicht schwarz-gelb/orange gestreift? Und dann wären da noch die Königsgeparden, die anstatt schwarzer Flecken, schwarze Streifen aufweisen...
 


Jaguare im Loro Parque

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
All diese Fragen warfen mich wieder zurück in die 11. Klasse Biologie: Genetik... Zugegebenermaßen schon etwas her, also habe ich mich noch einmal erkundigt und bin relativ schnell auf die Begriffe Melanismus und Leuzismus gestoßen, da hat es dann auch bei mir wieder geklingelt ;)
 
Deshalb heute mal ein kurzer Exkurs in die Genetik zur Klärung der obigen Fragen, wobei ich versuchen werde alles so zu erklären, dass auch jemand der mit Gen-Loci und Allelen nichts am Hut hat es versteht ;)
 
 
Schwarze Panther:
 
Beim Schwarzen Panther handelt es sich um keine eigene Tierart. Als Panther bezeichnet man einen schwarzen Leoparden oder Jaguar, je nach Lichteinfall kann man beim Panther noch die für Leoparden/Jaguare typische Fleckenzeichnung sehen. Verantwortlich für diese dunkle Fellvariante ist eine stärkere Pigmentierung, was man als Melanismus bezeichnet.
Melanine sind Pigmente die beispielsweiße Haut und Haaren ihre Färbung geben. Beim Menschen unterscheidet man zum Beispiel zwischen Eumelanin und Phäomelanin, je nach Mischungsverhältnis dieser beiden Melaninarten ist die Haut heller oder dunkler. Halten wir uns viel in der Sonne auf wird die Haut im schlechtesten Fall rot, im besten Fall braun. Für die Bräunung ist ebenfalls Melanin zuständig, so schützt sich unsere Haut vor der Sonneneinstrahlung.
 
Beim Panther ist aber wohl kaum der Sonnenschutz der Grund für die Schwarzfärbung: beim Melanismus liegt eine Genmutation vor, an der Stelle am Gen (Gen-Locus), die für die Fellfärbung verantwortlich ist. Als Folge dieser Mutation kommt es zu einer massenhaften Melaninablagerung, das Fell ist schwarz.
 
Was bedeutet das für den Leoparden bzw. Jaguar? Generell hat die Färbung ihre Vor- und Nachteile:
Schwarze Leoparden die in den Graslandschaften der Savanne beheimatet sind, fallen im Gras schneller auf als ihre perfekt getarnten Artgenossen mit dem goldgelben Fell, die Jagd gestaltet sich schwieriger. In Gebieten mit tropischen Wäldern sind die schwarzen Katzen deutlich im Vorteil, denn hier sind sie besser getarnt als die übrigen Jaguare/Leoparden. Es hängt also vom Gebiet ab welche Färbung vorteilhafter ist, die jeweiligen Tiere haben eine höherer Überlebenschance als die übrigen, da sie erfolgreichere Jäger als die anderen sind und somit haben sie auch eine bessere Fortpflanzungschance. Damit lässt sich erklären warum Panther in Waldgebieten deutlich häufiger auftreten, als in Savannengebieten.
 
Interessant wird die ganze Fellfarbengeschichte dann wenn es um die Weitervererbung geht:
beim Jaguar wird die Schwarzfärbung dominant, beim Leoparden rezessiv vererbt. Was das bedeutet soll folgendes Modell zeigen:
 
Dominante Vererbung beim Jaguar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der erste Fall links zeigt den Normalfall: zwei goldgelbe Jaguare paaren sich: da beide reinerbig sind können sie an die Nachkommen nur die Gene weitergeben die für die goldgelbe Färbung verantwortlich sind. Alle Nachkommen sind goldgelb.
 
Normalgefärbter Jaguar
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Da beim Jaguar die dunkle Färbung dominant vererbt wird reicht es aus, wenn eines der beiden Allele(natürlich hier vereinfacht, in Wirklichkeit spielen mehr als zwei Allele auf dem Gen eine Rolle bei der Fellfärbung) mutiert ist, dass das Tier schwarz ist, weitervererben kann es allerdings beide Farbvarianten, hier entscheidet der Zufall, je nachdem welches der beiden Gene es weitergibt.
Im zweiten Fall haben wir einen reinerbigen goldgelben Jaguar, der sich mit einem Panther, der beide Gene besitzt paart. Der reinerbige Jaguar kann nur das Gen für goldgelb weitergeben, wenn der Panther also ebenfalls goldgelb weitergibt, hat man ein reinerbig goldgelbes Jungtier. Gibt der Panther allerdings das defekte Gen weiter ist auch das Jungtier schwarz, obwohl es auch wieder Gene für beide Farbvarianten besitzt. Da bei jedem Jungtier der Zufall wieder neu entscheidet können beim zweiten Fall auch Würfe mit unterschiedlich gefärbten Jungen entstehen.
Bei Fall drei paaren sich ein reinerbig goldgelber Jaguar und ein reinerbig schwarzer Jaguar. Beide können nur eine Farbmöglichkeit weitergeben, da sie ja selbst nur eine besitzen, die Jungen besitzen somit also alle beide Gene, sind aber alle schwarz gefärbt, da schwarz dominant ist.
Fall 4 zeigt die Farbmöglichkeiten bei zwei Panthern, die beide auch das goldgelbe Gen besitzen. Hier entscheidet wieder der Zufall, welches der beiden Gene sie weitergeben. Bei dieser Paarung sind bei den Jungen wieder beide Färbungen möglich. Nur durch die Paarung dieser beiden Panther können reinerbig schwarze Jaguare entstehen, was allerdings deutlich seltener vorkommt als die gemischten Panther.
In Fall fünf paaren sich zwei reinerbig schwarze Panther, da sie nur das dunkle Gen weitergeben können sind auch alle Nachkommen reinerbig schwarz.
Theoretisch wäre es noch möglich, dass sich ein reinerbig schwarzer Panther mit einem mischerbigen schwarzen Panther paart, das Ergebnis wäre auch hier ein rein schwarzer Wurf, aufgrund der Dominanz des schwarzen Gens.
 
Schwarzer Jaguar
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rezessive Vererbung beim Leoparden:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beim Leoparden wird die Schwarzfärbung rezessiv vererbt, sprich die goldgelbe Färbung ist dominant. Nur reinerbige Panther sind schwarz.
Fall eins und sechs sind jeweils reinerbige Elterntiere, sie können nur eine Färbung weitergeben, der Wurf ist somit auch reinerbig.
Der Rest setzt sich wie beim Jaguar zusammen nur eben anders herum, so können zwei goldgelbe Leoparden gemischte Würfe haben, wenn sie beide Gene vorweisen.
 
Normalgefärbter Leopard
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Weiße Tiger
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wenn Melanin die goldgelben Jaguare und Leoparden dunkler macht, was macht dann einen goldgelben Königstiger zu einem weißen Tiger? Ganz einfach: kein Melanin!
Hierbei spricht man von Leuzismus, auch wieder ein Gendefekt, nur dass dieses Mal keine Melanozyten (Zellen die Melanin bilden) in Haut oder Fell vorkommen. Deshalb erscheint das Fell weiß. Leuzismus darf allerdings nicht mit Albinismus verwechselt werden, denn beim Albinismus sind die Melanozyten durchaus vorhanden, der Defekt liegt hierbei darin, dass diese Zellen kein Melanin bilden können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Leuzismus bei Tigern ist äußerst selten, mit diesem Fell haben sie in freier Wildbahn auch kaum eine Überlebenschance. Dennoch erfreuen sich die weißen Tiger großer Beliebtheit, weshalb der Mensch diese Farbvariante gezielt züchtet. Aufgrund der Seltenheit dieser Tiere gibt es hier große Probleme mit Inzucht. Alle in Zoos und Parks lebenden weißen Tiger gehen auf den gleichen Kater zurück, der mit einer seiner Töchter verpaart wurde. So kommt es natürlich auch bei Nachzuchten leider immer wieder vor, dass die Jungtiere Behinderungen aufweisen.
 
 
Königsgeparden:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Gepard auf dem Bild sieht erst einmal ganz normal aus, aber er ist etwas ganz besonderes. Harris ist Träger des "Königgeparden"-Gens. Als ich noch bei Cheetah Outreach gearbeitet habe durfte ich ihn etwas näher kennenlernen, mittlerweile ist er allerdings geschlechtsreif und ging deshalb zurück an die Zuchtstation in Pretoria. Das Königsgeparden-Gen macht ihn zu einem äußerst begehrten Kater für die Zucht. Beim Königsgeparden verschmelzen die Flecken zu Streifen, auch wieder ein Gendefekt. Das ganze wird rezessiv vererbt, weshalb man Harris auch nichts ansehen kann.
In freier Wildbahn wären diese Tiere nicht besonders überlebensfähig, aber da sie so wunderschön aussehen werden auch sie vom Menschen gezielt gezüchtet.
 
 
 
Ich hoffe ich konnte Euch das Thema Melanismus und Leuzismus etwas näher bringen ;)
Jetzt wisst Ihr warum manche Leoparden schwarz und manche Tiger weiß sind!
 
 

Mittwoch, 18. März 2015

Gegen was soll man seinen Hund oder seine Katze impfen?

Wer ein Haustier hat, sollte dieses auch impfen, um Infektionen mit schlimmen Krankheiten zu vermeiden. Oftmals wissen die Tierbesitzer aber gar nicht genau, gegen was letztendlich geimpft wird... Dann hat man einen Impfpass mit vielen bunten "Stickern" drin und wenn man sich danach erkundigt bekommt man Krankheiten aufgezählt, von denen eine Laie meist noch nie etwas gehört hat und herzlich wenig damit anfangen kann. Da ich ohnehin noch für meine morgige Kurzarbeit lernen muss, verbinde ich das Ganze mit diesem Post und zähle Euch die wichtigsten Impfungen auf.
 
 
Wie funktioniert so eine Impfung eigentlich?
 
Bei der aktiven Impfung bekommt das Tier abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger gespritzt. Das Immunsystem ist für die Abwehr solcher Erreger zuständig und bildet Antikörper aus. Diese Antikörper binden die Erreger und machen sie unschädlich. Mit den abgeschwächten Erregern schadet man dem Tier nicht, das Immunsystem hat die Möglichkeit eine Abwehr zu erlernen. Da es etwas dauert, bis der Körper die richtigen Antikörper hergestellt hat ist der Impfschutz allerdings erst nach 2 - 4 Wochen da. Wird ein Tier zum ersten Mal geimpft muss zunächst Grundimmunisiert werden, d.h. im Abstand von 4 Wochen wird drei Mal geimpft, um den "Erstschutz" aufzubauen, danach verlängern sich die Impfabstände auf 1 bis 3 Jahre, das hängt vom Impfstoffhersteller ab.
Kommt ein geimpftes Tier mit den eigentlichen, nicht abgeschwächten Krankheitserregern in Kontakt, weiß der Körper wie er sich schützen kann. Die Auffrischungsimpfung ist im Prinzip so etwas wie eine Gedächtnisstütze für das Immunsystem, damit es nicht vergisst was im Ernstfall zu tun ist. Wird ein Tier über einen längeren Zeitraum nicht mehr geimpft, muss wieder drei Mal grundimmunisiert werden. Deshalb immer schön brav auf den Impfpass schauen, sonst wird's teurer, wenn man die Auffrischung verpasst ;)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die wichtigsten Impfungen beim Hund:
 
 
SHPPiL:
 
Bei dieser Impfung wird gleich eine ganze Reihe von Krankheiten abgedeckt:
Staupe, HCC, Parvovirose, Parainfluenzavirus und Leptospirose
 
Staupe (Canine Distemper):
Staupe wird durch einen Virus verursacht. Entweder durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren (Beschnuppern, Belecken, Tröpfcheninfektion) oder auch indirekt über Fressnäpfe, Hände und Kleidung. Es gibt zum einen die Darmform: Symptome sind Erbrechen und Durchfall. Zum anderen gibt es die Lungenform: Husten, Niesen, Lungenentzündungen...
Typische Staupesymptome sind das Staupegebiss (Zähne brechen ab, Zahnschmelz löst sich) und die Hartballenkrankheit (betrifft die Pfoten). Die Krankheit ist sehr schwer zu behandeln und führt meist zum Tod.
 
HCC (= Hepatitis Contagiosa Canis):
Hierbei handelt es sich um eine durch einen Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Übertragen wird der Virus vor allem über Urin und Kot. Symptome sind Fieber, Fressunlust, Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht, Blutungen und nervöse Störungen.
 
Parvovirose:
Auch die Parvovirose wird durch Viren übertragen z.B. durch orale Aufnahme, meist über Kot, aber auch indirekt können Hunde sich über Muttermilch anstecken. Zu den Symptomen zählen Erbrechen, Durchfall, Fieber, aber auch Untertemperatur, Fressunlust und Austrocknung
 
Zwingerhusten (Parainfluenzavirus):
Das gemeine am Zwingerhusten ist, dass es sich hierbei um eine Mischinfektion aus Viren und Bakterien handelt (Parainfluenzavirus + Bordetella + Canines Herpes-/Coronavirus). Der Zwingerhusten tritt vor allem bei größeren Tiergruppen auf und wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Symptome der oberen Luftwege: trockenes, bellendes Husten, Fieber.
 
Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche/Weil`sche Krankheit):
Die Leptospirose wird über Bakterien übertragen, Ansteckungsgefahr besteht hierbei auch für den Menschen! Hauptübertragungsweg ist der Urin infizierter Tiere. Symptome sind Erbrechen, Durchfall (blutig), Schmerzen in der Nierengegend (Nierenschaden), Gelbsucht, Schwäche, Anämie...
 
SHPPiL ist also wirklich eine sehr wichtige Impfung!
 
 
Tollwut (Rabies):
 
Tollwut ist bestimmt vielen ein Begriff. Erreger ist der Lyssavirus. Hauptübertragungsweg ist Biss eines infizierten Tieres, möglich ist aber auch eine Übertragung über Schleimhautverletzungen und Speichel des infizierten Tieres. Tollwut ist auch auf den Menschen übertragbar und endet tödlich! Im Gegensatz zum Menschen ist beim Tier kein Heilversuch erlaubt, kann der Tierhalter keine gültige Tollwutimpfung nachweisen, wenn bei seinem Tier begründet Tollwutverdacht besteht, muss das Tier getötet werden. Es ist also empfehlenswert diese Impfung zu machen, auch wenn Tollwut in Deutschland offiziell nicht mehr vorkommt, treten doch immer mal wieder einzelne Fälle auf, speziell bei Tieren, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Wird bei so einem Tier Tollwut festgestellt, werden in der Regel auch vorsorglich alle anderen ungeimpften Tiere getötet, die mit diesem Tier Kontakt hatten. Tollwutsymptome sind im ersten Stadium Wesensveränderungen, im zweiten Wut und Aggression und im dritten Stadium Lähmungen und Speicheln.
Die Tollwutimpfung kann mit der SHPPiL-Impfung kombiniert werden -> SHPPiLT
 
 
Borreliose:
 
Über einen Zeckenbiss gelangen Bakterien ins Blut des Hundes. Symptome sind Mattigkeit, Blutarmut, Lähmungen und Gelenkschmerzen. Borreliose ist auch auf den Menschen übertragbar. Eine Impfung ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Hund viele Zecken hat. Die Zecken können aber auch mit diversen Spot-on Präparaten ferngehalten werden, wenn man diese gewissenhaft und regelmäßig aufträgt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die wichtigsten Impfungen bei der Katze:
 
 
RCP:
Diese Impfung deckt sowohl Katzenseuche, als auch den Katzenschnupfenkomplex ab.
 
Katzenseuche (Panleukopenie/feline Parvovirose):
Erreger sind wie bei der Parvovirose des Hundes die Parvoviren. Übertragungswege sind direkter Kontakt mit Ausscheidungen und Sekreten) oder Belecken, sowie indirekter Kontakt z.B. über infizierte Gegenstände, Schuhsohlen, Kleidung... Aus diesem Grund sollten auch reine Wohnungskatzen geimpft werden! Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Fieber, Mattigkeit, Futterverweigerung, Austrocknung,...
 
Katzenschnupfenkomplex (Rhinotracheitisvirus):
Hierbei handelt es sich wieder um eine Mischinfektion (Felines Calicivirus + Felines Herpesvirus + Chlamydien (Bakterien) + Bordetellen (Bakterien)). Übertragen wird Katzenschnupfen über Tröpfcheninfektion. Zu den Symptomen gehören: Fieber, Bindehautentzündung, Nasenschleimhautentzündung und Ulzerationen (Geschwür der Zungenränder). Katzenschnupfen lässt sich nicht mit einem Schnupfen bei uns Menschen vergleichen, Katzenschnupfen ist weit schlimmer und gerade die Bläschen auf der Zunge sind sehr schmerzhaft, weshalb die Katzen das Fressen meist einstellen.
 
 
FIP (Feline infektiöse Peritonitis = Bauchfellentzündung):
 
Der FIP-Virus ist ein mutierter Coronavirus. Mit dem Coronavirus haben sehr viele Katzen Kontakt, erst wenn dieser mutiert kommt es zur Peritonitis, der mutierte Coronavirus wird im Vergleich zum normalen Coronavirus nicht weiterübertragen. Der Coronavirus kann über Sekrete, aber auch indirekt über Futter (wenn mehrere Katzen sich den Napf teilen) übertragen werden. Symptome sind Fieber, Fressunlust, Apathie, Bauchwassersucht, gelblich-weiße Beläge auf Schleimhäuten,...
Die Besonderheit dieser Impfung ist, dass sie intranasal verabreicht wird, d.h. nicht über eine Injektion, der Impfstoff wird mit einer speziellen Pipette in die Nase der Katze getropft.
 
 
FIV (Felines Immunschwäche-Virus/Katzenaids) (keine Impfung, aber häufige Infektionskrankheit):
 
Der FIV-Virus wird über Bisse, offene Wunden, Blutkontakt, den Deckakt oder Raufereien übertragen. Es kommt zu Immunschwäche, Lungenentzündungen, Tumoren, Fieberschüben und Abmagerungen, der Verlauf ist tödlich.
 
 
FeLV (Katzenleukose):
 
Erreger ist der Feline Leukämie-Virus, der über direkten Kontakt übertragen wird. Es kommt zu Durchfall, Husten, Apathie, Anämie, Infektionsanfälligkeit, Tumorbildung, Leukämie, Schwäche, evtl. Gelbsucht,...
 
 
Tollwut (siehe Hund)
 
 
 
Die Impfungen sind also sehr wichtig um Euren Liebling vor diesen Infektionskrankheiten zu schützen, hat das Tier sich diese erst einmal eingefangen, sind die Behandlungen sehr teuer und nicht immer von Erfolg gekrönt. Dieses Geld sollte man also lieber sparen und gleich von Anfang an in die Prophylaxe investieren. Impfungen spielen auch dann eine Rolle, wenn man das Tier mit in den Urlaub nimmt. Vor allem in den südlichen Ländern gibt es Krankheiten, die bei uns in diesem Klima gar nicht vorkommen. Vor einer Reise sollte man sich also unbedingt über die entsprechenden Reisekrankheiten (z.B. Leishmaniose beim Hund) informieren und das Tier dementsprechend impfen.
 
 
Ich hoffe dieser Beitrag war hilfreich ;)