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Donnerstag, 18. Juni 2015

Wie bringt man einem Hund das Basketball spielen bei?




















Im letzten Post gab`s ja die Anleitung für den Hundebasketballkorb und hier kommt jetzt noch eine kurze Erklärung, wie man seinen Hund dann auch dazu bekommt, dass er den Ball in den Korb fallen lässt.
 
Die Grundlagen zum Thema Hundetraining findet Ihr in meinem Post: Wie lernen Hunde?
Auch hier heißt es wieder Spiel und Spaß sind das Wichtigste, der Basketballkorb soll der geistigen Beschäftigung des Hundes dienen.
 
Hunde die bereits von sich aus Bälle zum Besitzer zurückbringen, können den ersten Schritt überspringen.
 
Schritt 1: den Ball zurückbringen
 
Bringt der Hund den Ball nicht von sich aus zurück, wenn man ihn wirft, muss er zunächst lernen, was er tun soll. Sucht einen Ort an dem es möglichst wenig Ablenkungen für den Hund gibt, schnappt Euch eine Hand voll Leckerlis und setzt Euch erst einmal auf den Boden. Wenn das Futter den Hund zu sehr ablenkt, verpackt es irgendwo unzugänglich für den Hund, aber für Euch sofort griffbereit. Legt den Ball vor Euch auf den Boden. Dem Hund muss klar gemacht werden, dass der Ball interessant ist. Den größten Lernerfolg hat der Hund dann, wenn er sein Hirn selber anstrengen muss und sich die Lösung selbst erarbeitet. Zeigt also nicht wie wild auf den Ball und lasst ihn einfach ruhig liegen. Starrt dann den Ball hochinteressiert an, ignoriert den Hund, sollte er Euch anbellen oder anstupsen, schaut einfach nur den Ball an. Jetzt braucht Ihr etwas Geduld, aber Hunde sind sehr neugierige Tiere und früher oder später wird auch der Hund den Ball ins Auge fassen, um herauszufinden, was Herrchen/Frauchen, denn da so interessant findet.
In dem Moment, in dem der Hund den Ball anschaut bestätigt sein Verhalten (mit Klicker/ Markerwort (z.B. "Fein")) und gebt ihm seine Belohnung. Wiederholt dieses Spielchen, bis der Hund den Ball gezielt anschaut, dann hat er verstanden, dass es hier um den Ball geht.
Dann bekommt der Hund nur noch eine Belohnung, wenn er einen Schritt auf den Ball zu macht oder ihn gar beschnuppert oder anstupst. Macht er auch das gezielt erfolgt die Belohnung nur noch dann, wenn er den Ball ins Maul nimmt.
Sobald der Hund eine Verbindung zwischen Belohnung und Ball aufnehmen erstellt hat, könnt ihr den Ball etwas weiter weg legen, der Hund wird weiterhin bestätigt, wenn er den Ball ins Maul nimmt, bekommt aber die Belohnung immer nur dann, wenn er mit dem Ball im Maul einen Schritt auf Euch zu macht. Fangt hierbei wirklich klein an. Gebt dann im weiteren Verlauf Belohnungen bei zwei Schritten, dann bei drei, etc.
Bringt der Hund den Ball einmal ganz zu Euch, belohnt ihn und freut Euch überschwänglich, der Hund soll lernen, dass Apportieren Spaß macht! Bringt der Hund Euch den Ball, könnt Ihr einbauen, dass er ihn Euch in die Hand gibt. Streckt dazu die Hand aus, sodass der Ball hineinfällt, wenn der Hund ihn ausspuckt. Landet der Ball in Eurer Hand, lobt den Hund und gebt ihm das gewünschte Kommando z.B. "Bring!". Nehmt unbedingt den Ball in die Hand, auch wenn er vollgesabbert ist (nehmt zur Not einen Putzhandschuh, wenn es Euch zu eklig ist), der Hund soll ihn gezielt an Euch übergeben. Übt das solange bis der Hund Kommando und Handlung verknüpft hat und Euch sicher den Ball auf Kommando in die Hand legt.
 
Schritt zwei: Ball in den Korb legen
 
Nehmt den Basketballkorb von den Haltestäben herunter, setzt Euch wieder auf den Boden und legt den Korb vor Euch hin. Werft den Ball, gebt dem Hund das Kommando, z.B. "Bring!" und streckt Eure Hand so aus, dass sie genau über dem Korb ist. Wenn der Hund mit dem Ball zu Euch kommt und ihn in Eure Hand legen will, zieht schnell die Hand weg, sodass der Ball in den Korb fällt. Gebt dem Hund eine Bestätigung und ein Leckerli und ganz wichtig, ein neues Kommando z.B. "Airball" (bezeichnet einen ungeblockten Wurf beim Basketball), "Lay up" (engl. Korbleger) oder "Tip-in", Hauptsache es ist kurz und für den Hund leicht zu verstehen. Wiederholt auch dieses Spielchen einige Zeit, Ball werfen-> "Bring!" -> Handwegziehen -> Ball landet im Korb -> Belohnung + neues Kommando
Wenn Ihr das eine Zeit lang gemacht habt, werft den Ball erneut, gebt dabei aber anstatt "Bring!" Euer neues Kommando. Streckt die Hand dieses Mal nicht mehr aus, lässt der Hund von sich aus den Ball in den Korb fallen, lobt Ihn und lasst Ihn deutlich wissen, dass genau das das Ziel Eurer Übung ist. Ignoriert der Hund den Korb und versucht Euch den Ball zu geben, nehmt ihn nicht entgegen, wiederholt dann die vorherige Übung und streckt weiterhin Eure Hand über den Korb aus.
Sobald der Hund auf Kommando den Ball in den Korb legt, erschwert die Übung, indem Ihr den Korb etwas von Euch entfernt auf den Boden legt. Übt jetzt mit dem Hund, dass er den Ball nicht zu Euch sondern weiterhin zum Korb bringen soll, geht der Hund zielstrebig zum Korb und legt den Ball dort ab und kommt dann erst zu Euch um seine Belohnung abzuholen, hat er es verstanden.
 
Schritt drei: Basketball spielen
 
Hängt jetzt den Korb auf die unterste Stufe der Halterung. Es genügt nun nicht mehr, dass der Hund den Ball einfach fallen lässt, er muss den Kopf etwas heben, um zu treffen. Belohnt ihn auch jetzt wieder für jeden Treffer. Nach und nach könnt Ihr die Höhe des Korbes steigern, wer lange genug übt kann seinen Hund auch dazu bringen sich auf die Hinterbeine zu stellen, um den Ball in einem hochhängenden Korb zu platzieren.

 Viel Spaß beim Üben! Weitere Tricks findet Ihr unter dem Label "Tricktraining mit Hund"!

Sonntag, 9. November 2014

Tricktraining: Taschentuch anbieten































Das "Taschentuch anbieten" ist ein Trick der in mehreren Schritten aufgebaut werden muss und dem Hund zu Beginn nicht gerade leicht fällt, da er verschiedene Handlungen kombinieren muss. Vollständig ausgeführt soll der Trick so aussehen:
Auf ein Kommando hin (bei mir ein Nießen) soll der Hund kommen, eine Packung Taschentücher entweder holen, oder aus der Tasche des Hundehalters ziehen und anschließend anbieten.
 
Schritt 1:
 
Zuerst einmal muss der Hund lernen, dass die Taschentuchpackung von Interesse ist. Dazu habe ich ein paar Leckerlis in die Packung gesteckt und diese auf dem Boden vor dem Hund platziert. Mein Hund hat natürlich sofort intensiv die Packung beschnuppert. Immer wenn er sie mit der Schnauze berührte, oder ins Maul nahm, bekam er eine Belohnung. Mein Hund lernte also nach und nach, dass es etwas zu holen gibt, wenn er die Packung aufnimmt. Nachdem er also nach einiger Zeit zielstrebig, von selbst die Taschentücher nahm, konnte ich weiter machen.
 
Schritt 2:
 
Jetzt steckte ich die Packung in die Hosentasche, aber so, dass noch ein Großteil davon herausschaute. Ich setzte mich so hin, dass mein Hund sie problemlos erreichen konnte. Zunächst war er natürlich etwas verwirrt, was er tun sollte, aber nachdem ich ein wenig mit der Packung raschelte, wusste er schnell was Sache war. Anfangs gab es noch jedes Mal eine Belohnung, wenn er die Packung in der Hosentasche berührte, dann nur noch wenn er sie ins Maul nahm. Zwischendurch zog er sie komplett heraus, dann bekam er eine ganz besonders große Belohnung, denn das war ja schließlich das Ziel der Übung. Später wurde auch nur noch diese Aktion belohnt. Immer wenn er die Packung herausgezogen hatte kam mein Markerwort "Fein", dann die Belohnung und abschließend, imitierte ich anstelle eines Kommandos, ein Nießen. Den Vorgang wiederholte ich solange, bis mein Hund das Nießen mit der Aktion "Taschentuch herausziehen" verbunden hatte und dies auf Kommando ausführen konnte.




























Schritt 3:

Jetzt fehlte nur noch, dass er mir die Packung in die Hand legt. Hunde die bereits apportieren können, sind hierbei klar im Vorteil. Hunde die das noch nicht können, kann man durch schnelles hin und her bewegen der Taschentuchpackung zum Spielen animieren, sie versuchen dann die Packung zu fangen und rennen ihr hinterher, wenn man sie wirft. Viele Hunde kommen dann von sich aus wieder mit ihrer "Beute" zurück, wofür man sie natürlich belohnt. Hat der Hund begriffen, dass er die Packung geben soll muss er nur noch alle Schritte kombinieren. D.h. die Taschentücher kommen wieder in die Hosentasche, der Hund bekommt sein Signal (Nießen) und wird dann nur noch belohnt, wenn er das Päckchen sowohl herauszieht, als auch hergibt.


Allgemeines und Grundlagen zum Thema Tricktraining findet Ihr noch einmal  hier.
Ich wünsche Euch noch ganz viel Spaß beim Üben und ein schönes Restwochenende! ;)

Samstag, 13. September 2014

Tricktraining: "Schäm dich!"



Beim Kommando "Schäm dich!" streift der Hund die Pfote vom Stop bis zur Schnauzenspitze. Der Trick an sich ist nicht besonders schwer zu lernen, erfordert aber ein wenig Geduld.
Zunächst muss man den Hund dazu bringen dieses Verhalten zu zeigen. Das tun unsere Vierbeiner vor allem dann, wenn sie etwas an der Schnauze haben. Also muss ein Störfaktor her, bei Langhaarrassen z.B. eine Haarklammer, oder eben auch ein Stücken LEICHTklebendes Band (Bitte nicht mit einem extremen Klebeband anrücken, mit dem Ihr dem Hund die ganze Schnauze enthaart!!!). 
Platziert nun das störende Objekt auf der Schnauze und der Hund wird es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit mit der Pfote abstreifen. Wenn er das macht, sofort bestätigen, eine Belohnung geben und die gewünschte Kommandobezeichnung nennen. In meinem Fall "Schäm dich!". Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Hund sein Verhalten mit der Belohnung in Verbindung bringt und auch ohne "Störfaktor" mit der Pfote über die Schnauze streicht.
Achtung: macht die Trainingseinheiten für diesen Trick bitte nicht zu lange und legt viele Pausen ein, schließlich geht dem Hund die Haarklammer/der Klebefilm auch irgendwann auf den Kecks ;). Also lieber immer mal wieder zwischendurch.




Freitag, 12. September 2014

Wie lernen Hunde?

Mach "Sitz"!

Aber was heißt das für den Hund "Mach Sitz"? Eigentlich erst einmal gar nichts, denn er versteht unsere Sprache ja gar nicht. Er muss erst nach und nach lernen, was Herrchen und Frauchen von ihm wollen, wie das funktioniert ist nicht weiter kompliziert. 

Kommando "Sitz"
Beim Hundetraining kommt die sog. klassische Konditionierung zum Einsatz. Vereinfacht erklärt heißt das am Beispiel "Sitz":
Immer wenn der Hund sich hinsetzt, gibt es eine Belohnung (Futter, Spielzeug, Streicheleinheit, etc.) und es folgt eine Aneinanderreihung von Tönen, das "Sitz". Das Ganze wird solange wiederholt, bis der Hund seine Handlung, das Hinsetzten, mit der Belohnung in Verbindung bringt. Er hat gelernt, wenn ich mich hinsetzte gibt es Futter, also bietet er das Verhalten bald schon von sich aus an. Nach und nach lernt der Hund die Tonfolge "Sitz" auswendig und verbindet auch diese mit seiner Handlung. Dadurch kann er die Handlung nun auch auf Kommando ausführen. Viel schneller stellt er allerdings eine Verknüpfung zu einer Geste oder einem Handzeichen her, da Hunde eine sehr gute Beobachtungsgabe haben und sich untereinander primär durch Körperhaltung und Gesichtsmimik verständigen. Wird also schon von Anfang an ein Handzeichen für das Kommando "Sitz" mit eingebaut (z.B. ein erhobener Zeigefinger) wird der Hund dadurch unterstützt und lernt schneller. Denn das Problem bei Stimmzeichen ist, dass wir Menschen nun einmal einfach gerne und viel reden, der Hund muss also immer erst einmal herausfiltern, was gemeint ist, wohingegen eine Handbewegung klar und deutlich ist. 
Ein kleines Beispiel hierfür: im Training sagte ich zu meinem Hund einmal folgenden Satz: "Hopp, komm, mach jetzt endlich "Sitz"!" 
"Hopp" ist für ihn "Spring über das Hindernis", da war aber weit und breit keines zu sehen, "Sitz" steht für "Setz dich hin", "komm" heißt "Komm zu mir", er war ja schon da... und "mach jetzt endlich" konnte er natürlich nicht zuordnen. Es ist also wenig verwunderlich, dass der Hund mich ansah, nach dem Motto: "Weißt du jetzt dann irgendwann auch mal was du willst?!" ;)
Man kann es dem Hund also auch schwer machen...







Ein weiteres Problem des Menschen ist es, dass wir einfach furchtbar ungeduldig sind. Kommt der Hund nicht sofort darauf, was wir von ihm wollen, helfen wir ihm auf die Sprünge, indem wir z.B. irgendwohin zeigen. Gerade beim Erlernen neuer Kommandos ist das nachteilig, da das Einzige, was der Hund lernt folgendes ist: "Wenn ich mich nur lange genug dumm anstelle, macht Herrchen/Frauchen die Arbeit für mich und ich muss mich nicht anstrengen". Besser ist es abzuwarten und den Hund selber nachdenken und ausprobieren zu lassen, dann hat der Hund auch einen größeren Lernerfolg, wenn er sich alles selbst erarbeitet hat.

Meiner Meinung nach gibt es keine "dummen" Hunde, sie sind alle clever genug etwas zu lernen, jeder Hund hat einfach seine eigene Herangehensweise an eine Aufgabe und manche brauchen halt einfach länger als andere. Das hat aber teilweise auch mit der Geschichte der jeweiligen Rasse zu tun, es gibt Hunde die dazu gezüchtet wurden, mit dem Menschen zu interagieren, z.B. Hütehunde, andere Rassen sind selbstständig und müssen auch einmal alleine Entscheidungen treffen können, z.B. Jagdhunde, sie müssen schnell handeln und können nicht jedes Mal zurückgelaufen kommen: "Herrchen, was soll ich denn jetzt machen? Der Fuchs beißt ja zurück!!!" 

Auch das Alter eines Hundes hat Auswirkungen auf sein Lernverhalten.

Welpen und Junghunde:
In diesem Alter lernen Hunde sehr schnell, sie sammeln noch jeden Tag neue Erfahrungen, sind äußerst neugierig und verspielt. Sie probieren verschiedenste Verhaltensweisen aus und sind deshalb oftmals "kreativer" als ausgewachsene Hunde.

Ausgewachsene Hunde:
Diese Hunde haben meist schon ein bestimmtes Verhaltensrepertoire. Gestellte Aufgaben versuchen sie oftmals mit schon bekannten Verhaltensmustern zu lösen. Sie brauchen darum oft länger, wenn es darum geht etwas ganz Neues auszuprobieren. Das heißt aber nicht, dass man ihnen nichts mehr beibringen kann, Hunde können ihr ganzes Leben lang noch lernen.

Positive und negative Erfahrungen

Das Lernen muss nicht immer mit Belohnungen verknüpft sein. Macht ein Hund eine schlechte Erfahrung, stellt er auch dazu eine Verknüpfung her.
Ein Beispiel dazu: 
Ich war mit meinem Hund spazieren und wir kamen an einer Kuhweide vorbei, mein Hund hatte zuvor noch nie eine Kuh gesehen. 
Eine Kuh stand direkt am Zaun und mein Hund rannte auf sie zu. Da er schon von Geburt an ein Augenproblem hat und schlecht sieht, sah er den Elektrozaun nicht und rannte direkt hinein. Seitdem verbindet er Kühe mit Stromschlägen, er hat gelernt: immer wenn ich diesem Tier zu nahe komme, bekomme ich einen Schlag. Die Folge: es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit mit ihm beim Wandern über eine Kuhweide zu laufen, vor allem da die Kühe meist neugierig angelaufen kommen.

Verhaltensmuster und Musterbruch

Manchmal kann es auch passieren, dass man im Training eine Pattsituation erreicht. Mein Hund ist noch nie besonders gerne beim Agility durch die Tunnel gelaufen. Da wir dort immer wertvolle Zeit verloren hatten, begann ich im Training Futter in den Tunnel zu werfen, wodurch der Hund natürlich hinterher stürzte, das hatte zunächst den gewünschten Effekt, doch nach und nach bildete sich ein neues Verhaltensmuster heraus. Der Hund lernte: "Wenn ich den Tunnel verweigere gibt es Futter" Das Ergebnis des Ganzen, der Hund lief nur noch durch den Tunnel, wenn ich Futter hineinwarf. Es war nicht mehr möglich ihn auf Kommando hindurch zu schicken. Also musste ich dieses Muster durchbrechen, indem ich etwas völlig anders machte. In diesem Fall hieß das: das Training für dieses Hindernis noch einmal ganz von Vorne aufzubauen, den Hund vor dem Tunnel abzulegen und ihn von der anderen Seite hindurch zu rufen. Erst, wenn er den Tunnel komplett passiert hatte, gab es die Belohnung.

Tricktraining mit dem Hund

Da ich ja in nächster Zeit ein paar Tricks vorstellen möchte, hier noch einmal die Grundlagen, auf die ich aufbaue:

Hunde haben über den Tag verteilt immer wieder Aktivitäts- und Ruhephasen. Ein Hund der gerade von einem Spaziergang kommt, will in aller Regel erst einmal seine Ruhe haben, genauso wie ein Hund der gerade erst gefressen hat. Das Training sollte also idealerweise dann angesetzt werden, wenn der Hund ausgeruht ist. Ein hungriger Hund ist natürlich auch gleich viel motivierter, wenn es darum geht, sich Futter zu verdienen, als ein satter Hund.

Im Gegensatzt zum Gehorsamkeitstraining steht beim Tricktraining bei mir Spaß und sinnvolle geistige Beschäftigung des Hundes im Vordergrund, ich arbeite generell nur mit positiver Bestärkung 
und lege dazwischen auch immer ausgedehnte Spielpausen ein.

Jeder Hund springt auf andere Belohnungen besser an. Meist eignet sich jedoch Futter am Besten. Die Stücke sollten so klein sein, dass der Hund nicht kauen muss, also mundgerechte Häppchen, wenn Ihr dem Hund immer gleich einen ganzen Kauknochen hinwerft, kommt Ihr nicht besonders weit.

Der Aufbau ist immer der Gleiche:

Hund zeigt gewünschtes Verhalten -> Bestätigung* -> Belohnung -> Nennen des Kommandos

*bei mir das Wort "Fein", kann aber z.B. auch ein Klicken beim Klickertraining sein. Das hat den Vorteil, dass ich die Bestätigung besser timen kann, da der Hund ja nicht immer direkt bei mir ist, wenn er das Verhalten zeigt, dass ich bestätigen möchte und bis ich ihm das Futter gegeben habe, verstreicht manchmal zu viel Zeit. Die Bestätigung sollte spätestens 3 Sekunden nach der Handlung kommen, da der Hund sonst keine oder die falsche Verbindung herstellt.

Der eigentliche Trick beim Hundetraining besteht also eigentlich nur darin, den Hund dazu zu bekommen, das Verhalten zu zeigen ;) aber dazu bald mehr.


Was habt Ihr für Erfahrungen mit Eurem Hund gemacht? Wie gehen Eure Hunde an neue Aufgaben heran?




Mittwoch, 10. September 2014

Ohhh eine Kamera!!!

Hallo, ich bin Kimo und schon bald wird es hier auch ein paar Tipps und Tricks geben, wie Ihr mir und meinen pelzigen Kollegen neue Kommandos beibringen könnt. Ich bin schon ganz aufgeregt - an die Kamera muss ich mich erst noch gewöhnen - aber es dauert nicht mehr lange bis ich auf dieser Seite voll durchstarte!