Donnerstag, 24. Juli 2014

Anleitung: Hundespielzeug selber machen

Was Ihr braucht:

  • 2-3 Paracordseile (Länge ist abhängig von der Spielzeuggröße)
  • Ball (in meinem Fall ein Tennisball)
  • Schere
  • Feuerzeug
  • Pinzette
  • Haarnadeln
  • eine Menge Geduld ;)

















 Schritt 1 (gilt nur für ein zweifarbiges Spielzeug):

Zieht das Innenleben des Paracordseils zunächst ein Stückchen heraus und schneidet es ab.
Nun zieht Ihr die inneren Schnüre zurück, sodass der vordere Teil Eurer Schnüre "hohl" ist. Schneidet die Enden danach schräg ein.
Schmort dann beide Enden gleichzeitig mit einem Feuerzeug an und presst sie vorsichtig zusammen (vorsicht heiß!).
Wenn das Paracord abgekühlt ist sollten die Schnüre zusammenhaften.



Schritt 2:

Jetzt kommt der Teil, bei dem man sich wünscht, drei Hände zu haben... Überlegt zunächst, welche der beiden Farben Eure Hauptfarbe sein soll (bei mir: gelb) und fangt dann mit Eurer Nebenfarbe an (hier: blau)

Legt Euer Seil nun so auf den Ball, das die geschmorte Stelle auf der linken Seite mittig liegt.
Jetzt beginnt Ihr die Schnur um den Ball zu wickeln, bis Ihr 12 Mal um ihn herum seid (die erste Schnur (mit den zwei Farben) zähle ich nicht mit). Zieht die Schnur dabei nicht zu fest an! Das Ganze ist gar nicht so einfach... Sobald Ihr das geschafft habt, könnt Ihr alles mit Haarnadeln befestigen.











Schritt 3:

Jetzt geht es mit der Hauptfarbe weiter. Dreht dazu den Ball nach rechts und nehmt das Seilstück mit der angeschmorten Stelle. 
Legt es quer über den Ball und haltet es mit dem Daumen fest, damit Ihr den Ball nicht wieder auswickelt.











Wickelt nun die Schnur erneut 12 Mal um den Ball.
Befestigt die Schnüre wieder mit Haarnadeln, wenn Ihr damit fertig seid.
















Schritt 4:

Nach der 12. Umwicklung fädelt Ihr dann die (gelbe) Schnur unter allen Schnüren der anderen Farbe hindurch.













Auf der andern Seite angekommen, legt Ihr sie über die Schnüre der gleichen Farbe (hier links) und fädelt sie auf der anderen Seite wieder unter den andersfarbigen Schnüren hindurch.
Dann legt Ihr sie wieder über die gleichfarbigen (hier rechts). 
Wiederholt das Ganze wieder 12 Mal.
Wenn Ihr die ersten Runden fertig habt, könnt Ihr die Haarnadeln entfernen.










Schritt 5:

Wenn Ihr Schritt 4 beendet habt, sucht die Stelle, an der die angeschmorte Stelle ist. Beginnt dann sie zunächst in Richtung Eurer Nebenfarbe (hier: blau) zu ziehen, aber nicht zu fest, damit die Stelle weiterhin verborgen bleibt.
Jetzt solltet Ihr eine Lasche am Ball haben. Zieht jetzt auf der anderen Seite des Balls an der ersten Schnur dieser Farbe, sodass die Lasche verschwindet und an dieser Stelle eine neue entsteht. Verfahrt nun mit allen (blauen) Schnüren so, dadurch könnt Ihr sie fest ziehen.
Danach könnt Ihr wieder beginnend an der angeschmorten Stelle mit den andern (gelben) Schnüren weitermachen. 
Am Ende sollte der Ball so aussehen.



Schritt 6:

Als nächstes kommt ein Diamantknoten, ich hoffe, dass man die nächsten Schritte versteht.


































Zieht das verwirrende Gebilde jetzt vorsichtig und gleichmäßig zusammen, der fertige Knoten sollte dann so aussehen.














Schritt 7:

Für das Seil am Ende des Spielzeugs benötigt Ihr nun ein weiteres Paracordseil. Nehmt es doppelt und legt es so wie auf dem Bild hin.

Fangt jetzt an die Schnüre zu verflechten und am Ende könnt Ihr wieder eine Haltelasche anknoten. Die Anleitung dazu findet Ihr in meinem anderen Post: Hundeleinen selber machen 



Ich wünsche Euch und Eurem Hund ganz viel Spaß beim Spielen! ;)

Mittwoch, 23. Juli 2014

Aquarien im Tiergarten Nürnberg

Ein kurzes Video, das drei der Aquarien des Tiergarten Nürnbergs zeigt.
Bei diesen Temperaturen würde ich den Fischen nur zu gerne Gesellschaft leisten ;)



Samstag, 19. Juli 2014

Let`s draw: Lusitano




















Heute ein etwas anspruchsvolleres "Let`s draw" mit einer der, wie ich finde, schönsten Pferderassen, dem Lusitano.
Die Schwierigkeit bei diesem Bild liegt vor allem wieder in der optischen Verkürzung, da das Pferd auf den Betrachter zu kommt. Generell sind Pferde, aufgrund ihrer Proportionen nicht ganz leicht zu zeichnen. Außerdem sind sie sehr kraftvolle Tiere, die nur aus Muskelmasse bestehen zu scheinen, das macht das Schattieren zu einer kleinen Herausforderung. Ich hoffe, dass ich Euch diese wunderschönen Tiere trotzdem, als Zeichenmotiv näherbringen kann.

Ich beginne, wie eigentlich fast immer mit dem Kopf. Dazu zeichne ich ein Kreuz, an dessen unterem Ende ein Kreis liegt.
Für die Konturen und Hilfsliniern benutze ich wie immer einen HB-Druckbleistift (0,7), ein normaler gespitzter HB-Bleistift reicht auch völlig aus.
Im Gegensatz zu den weichen, runden Formen des übrigen Körpers, ist der Kopf des Lusitano sehr eckig. Vom Kreis ziehe ich eine Linie um alle Endpunkte des Kreuzes, so dass eine Art "Sarg" entsteht. Das ist die Grundform des Kopfes, mit zwei weiteren Linien, lasse ich alles etwas dreidimensionaler erscheinen. Die zwei kleinen Kreise deuten die Augen an.
Nun forme ich den Kopf aus diesem Grundgerüst heraus. Mit zwei Dreiecken schaffe ich die Hilfslinien für die Ohren.
Die Mähne deute ich erst nur grob mit ein paar Strichen an, wichtig ist hierbei, dass die Haare immer in die gleiche Richtung fallen, jeweils nach links und rechts der Mittelachse.
Außerdem kommen noch zwei Ovale für die Nüstern hinzu.
Mit weiteren Strichen habe ich die Sehnen und Muskeln im Gesicht angedeutet. Es gibt kaum ein anderes Tier, bei dem man diese so deutlich erkennen kann.
Eine leicht geschwungene Linie bildet den Hals und ein großer Kreiswird zum Grundgerüst des Pferdekörpers.

Das Zeichnen der Beine habe ich in mehrere Teilschritte unterteilt. Zunächst die Vorderbeine. Das vom Betrachter aus gesehene, linke Bein ist gestreckt, deshalb liegt der Kreis für das Schultergelenk etwas tiefer, als der des rechten Beines, da dieses hochgezogen wird.
Mit zwei Ovalen stelle ich de oberen Teile der Beine dar, die nächsten Kreise werden später zu den Kniegelenken.
Nun noch einmal das gleiche Spielchen mit dem unteren Teil der Beine und den Knöcheln.
 Pferde laufen nicht wie wir auf dem ganzen Fuß, sondern nur auf den Zehen, die in diesem Fall zusammengewachsen sind und den Huf bilden, deshalb geht es noch weiter nach unten, der Huf kommt später dazu.
Jetzt zeichne ich Linien um das gesamte Gebilde herum, wodurch die Übergänge weich werden.
 Ohne die Hilfslinien sieht das Ganze dann so aus.
Am Körper habe ich in der Zwischenzeit weitere Hilfslinien für den Muskelverlauf eingezeichnet, sie sind später eine Orientierungshilfe beim Schattieren.
Als Nächstes kommen die Hinterbeine. Hier mache ich eigentlich auch nichts anderes, als Kreise für die jeweiligen Gelenke zu zeichnen und diese dann zu verbinden.

 Mittlerweile habe ich auch noch die Hufe dazugezeichnet und den Schweif angedeutet.
Jetzt geht es auch schon ans Schattieren (Bei mir wie immer mit B und H3). Das Innere des Ohrs fülle ich nicht komplett in der dunkelsten Stufe aus. Bei der Mähne geht es nicht darum, die einzelnen Haare zu zeichnen, sondern viel mehr die Stellen zwischen den Haaren dunkel einzufärben.
 Die Mitte des Kopfes liegt im Licht und wird deshalb am hellsten bleiben. Links und rechts geht es jetzt darum, die Muskeln einzuzeichnen. Die dunklen STellen sind immer die nach außen gewandten.
 Auch die Nüstern fülle ich nicht komplett schwarz aus, das lässt sie plastischer wirken.
 Am Hals achte ich vor allem auf die Übergänge der Schatten und lege alle Linien bogenförmig an, auch das lässt das Pferd dreidimansionaler wirken.
Zu den nächsten Bildern schreibe ich nichts mehr, da das Prinzip immer das Gleiche ist. Ich nehme mir nach und nach bestimmte Stellen vor, wer sich unsicher ist kann auch erst einmal bei meinem "Let`s draw: Großer Tümmler" vorbeischauen, dort gehe ich genauer auf die Grundlagen ein.





Zum Abschluss ziehe ich den Schweif noch dunkler nach und schattiere die Hufe. Die Stellen, die ich betonen möchte fahre ich noch einmal etwas nach, da das Auge immer von den dunkelsten Stellen angezogen wird.
Und schon gallopiert mein Lusitano über das Zeichenbrett ;)

Freitag, 11. Juli 2014

Hund oder Katze?

Wer war hier unterwegs?

Löwenspur
Hundespur
Hunde- und Katzenpfoten sehen sich auf den ersten Blick schon sehr ähnlich...

Deshalb gibt es heute einen kleinen Trick, wie Ihr in Zukunft eindeutig bestimmen könnt, ob die Nachbarskatze oder Bello durch den Garten spaziert sind.






Als erstes schaut Ihr nun auf den vorderen Teil des Abdrucks: sind dort Krallenabdrücke? Wenn ja, dann handelt es sich um einen Hundepfotenabdruck. Die Erklärung dafür ist eigentlich ganz einfach: Katzen benötigen ihre Krallen bei der Jagd, um Beutetiere zu packen. Dazu müssen diese natürlich scharf sein... Hätte die Katze ihre Krallen immer ausgefahren, würden sie beim Laufen abstumpfen, wie die Krallen eines Hundes, sie wären für die Katze unbrauchbar, deshalb zieht sie diese beim Laufen ein. Die Mitglieder der Hundefamilie hingegen hetzen ihre Beute bis diese erschöpft zusammen bricht, sie setzen ihre Krallen für bessere Bodenhaftigkeit ein und sind auch gar nicht in der Lage diese einzuziehen.
Aber natürlich gibt es von so ziemlich jeder Regel eine Ausnahme: der Gepard. Er setzt seine Krallen wie Spikes ein, um beim Sprint schneller rennen zu können. Dadurch sind seine Krallen stumpf und unbrauchbar, um damit die Beute anzuspringen. Auch der Gepard ist nicht in der Lage seine Krallen einzuziehen.

Pfote eines Geparden
Somit reicht es hier bei uns, einfach darauf zu achten, ob Krallenabdrücke vorhanden sind oder nicht, denn freilaufende Geparden gibt es hier eher nicht so viele ;)

Trotzdem noch ein weiterer Trick, wie man ganz sicher gehen kann:
Hierzu schaut man sich den hinteren Teil des Abdrucks genauer an: bei allen Katzen sind hier drei Ausbuchtungen zu sehen, bei Hunden sind es nur zwei.








Leopardenspur
Hundepfote













Samstag, 5. Juli 2014

Bambi und Klopfer unterwegs

Im Morgengrauen, lange bevor die Jogger- und Nordic-Walker-Heerscharen ins Naturschutzgebiet einfallen, sind noch jede Menge Tiere unterwegs.
Der Fuchs ist mir leider wieder entwischt, er war schon wieder weg bevor ich meine Kamera an hatte... Aber dafür ist mir Bambi vor die Linse gelaufen.


Freitag, 4. Juli 2014

Magischer Lichttanz

Heute Nacht war ich wieder einmal im Naturschutzgebiet unterwegs und auch dieses Mal erwartete mich wieder eine kleine Überraschung.

Ich suche ja normalerweiße mit einer Lampe nach den Augenreflektionen von Tieren im Gebüsch, um sie im Dunkeln besser aufspüren zu können. Auch heute Nacht funkelte etwas im hohen Gras. Ich freute mich schon, dass ich etwas gefunden hatte, allerdings kam es mir etwas komisch vor, dass da nur ein Licht war, anstelle von zwei...
Ein Stückchen weiter leuchtete noch ein einzelnes Licht auf und dann noch eines. Da dämmerte mir dann was ich vor mir hatte und ich schaltete die Lampe ab, die Lichtchen blieben jedoch.
Nach und nach stieg ein Glühwürmchen nach dem anderen aus der Wiese empor, bis um mich herum ganz viele Lichtchen tanzten.
Es sah wirklich wunderschön aus und hatte irgendwie auch etwas mystisches. Ich konnte nicht anders, als noch eine Zeit lang dort in der Dunkelheit stehen zu bleiben und die kleinen Leuchtkäfer bei ihrem magischen Tanz zu beobachten.
In manchen Kulturen wurden sie übrigens für die Seelen der Verstorbenen gehalten.


Warum leuchten Glühwürmchen eigentlich?

Das Leuchten dient dem Finden eines Partners. In Europa sind nur die männlichen Glühwürmchen flugfähig, die Weibchen sitzen irgendwo und antworten mit ihrem Lichtsignal auf das des Männchens, so finden sich die kleinen Insekten auf der für sie riesigen Wiese. Das Ganze funktioniert nur in der Nacht, da das Leuchten tagsüber nicht hell genug ist, um erkannt zu werden.
Für das Leuchten ist - um das ganze einmal weniger magisch und mehr chemisch auszudrücken - Luciferin, das mit ATP (Adenosintriphosphat = Energieträger) und Sauerstoff reagiert, verantwortlich, wobei das Enzym Luciferase als Katalysator wirk. Der ganze Vorgang wird als Biolumineszenz (= Erzeugung von Licht durch Lebewesen) bezeichnet.
Für alle die sich jetzt denken: hääää?!?! Das heißt nichts anders als: Luciferin und Luciferase passen wie Schlüssel und Schloss zusammen, durch das Andocken des Substrates Luciferin an das Enzym, reagiert das Ganze mit Sauerstoff und das Luciferin wird in verschiedene Bestandteile gespalten, dabei wird Energie freigesetzt, zum größten Teil (95%) in Form von Licht und der Rest als Wärme.


Das Schauspiel muss natürlich auch zeitlich abgestimmt sein, in Europa findet der Glühwürmchen-Tanz im Juni/Juli statt. Also wenn Ihr die nächsten Nächte mal nach draußen geht, könnt Ihr sie vielleicht auch noch selber sehen.